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IHK-Sprechtag im Rathaus Niedereschach

Am Donnerstag, den 06.04.2017 bietet die Expertin zu den Themen Existenzgründung, Unternehmenssicherung und Unternehmensnachfolge der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg, Frau Lena Schmiedeknecht, einen Sprechtag im Rathaus Niedereschach an. Alle, die Fragen zu den genannten Themenbereichen haben oder in diesem Zusammenhang den Erstkontakt zur IHK suchen, sind sehr herzlich eingeladen, dieses kostenfreie Angebot hier vor Ort zu nutzen. Aus organisatorischen Gründen und um Wartezeiten zu vermeiden ist eine Anmeldung zu diesem Sprechtag unter Tel.: 07721/922-348 oder E-Mail: schmiedeknecht@vs.ihk.de, erforderlich. Hierbei können Sie sodann auch die genaue Uhrzeit mit Frau Schmiedeknecht absprechen.

Niedereschach für Gründerklima ausgezeichnet

+++  Staatssekretärin und EU-Direktorin würdigen Existenzgründungsoffensive  +++ EGON jetzt im europaweiten Wettbewerb  +++  Schon 30 Start-Ups begleitet

Niedereschach/Berlin, Juli 2016.

Die Niedereschacher Existenzgründungsoffensive EGON ist dieser Tage vom Bundeswirtschaftsministerium gleich zweifach gewürdigt worden. Eine Expertenjury des Ministeriums hatte EGON kürzlich als Vorbild für Unternehmensförderung auf lokaler Ebene ausgewählt. Die entsprechende Urkunde überreichte jetzt Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, gemeinsam mit Kristin Schreiber, Direktorin der Brüsseler EU-Kommission für die Steuerung des Binnenmarktes. Stolz nahmen Bürgermeister Martin Ragg und zwei Mitglieder des EGON-Teams, Max Fauler und Rolf Zahel, die blaue Urkunde im Rahmen einer Veranstaltung zur „Europäischen Woche für kleine und mittelständische Unternehmen“ in Berlin entgegen.

Das Bundeswirtschaftsministerium nominierte die Existenzgründungsoffensive Niedereschach (EGON) für den Wettbewerb um den zehnten „Europäischen Unternehmensförderpreis“. Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, und Kristin Schreiber, Direktorin der Brüsseler EU-Kommission für die Steuerung des Binnenmarktes, überreichten jetzt in Berlin die Urkunde.
Im Bild von links: EGON-Teammitglied Max Fauler, Bürgermeister Martin Ragg, Staatssekretärin Iris Gleicke, EGON-Teammitglied Rolf Zahel, Direktorin Kristin Schreiber. Foto: BMWi/Andreas Mertens

Der Europäische Unternehmensförderpreis (European Enterprise Promotion Awards) der EU-Kommission prämiert herausragende Leistungen von Behörden und öffentlich-privaten Partnerschaften. Er hat das Ziel, erfolgreiche Förderer von Unternehmergeist und Unternehmertum in Europa zu identifizieren und zu würdigen. Die Preisträger sollen europaweit als Vorbilder dienen und dazu anregen, günstige Bedingungen für unternehmerische Tätigkeit zu schaffen. Zugleich sollen künftige Unternehmer gefördert und inspiriert werden. In dieser Broschüre werden ausgewählte Projekte vorstellen, die sich am deutschen Vorentscheid zum Europäischen Unternehmensförderpreis 2016 beteiligt haben und die auf vorbildliche Weise Unternehmergeist und Unternehmertum in Deutschland fördern.

Die Existenzgründungsoffensive Niedereschach, kurz EGON, wird als Gewinner des nationalen Vorentscheids auf den Seiten 12/13 der Broschüre vorgestellt.

Broschüre hier downloaden.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lobt EGON

Niedereschach/Stuttgart, November 2016.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, hebt bei einer Veranstaltung des Accelarate Stuttgart die Existenzgründungsoffensive Niedereschach als "Best-Practice-Beispiel" für mutige Entscheidungen besonders hervor und fordert andere Kommunen und Gemeinden auf diesem Beispiel zu folgen. In der Folge weist sie auch auf den Elevator Pitch hin. Dieser findet, ebenso wie der Existenzgründertag, am 17. März 2017 in der Niedereschacher Eschachhalle statt.

Gründergeist auf dem Dorf beleben.
EGON - die Existenzgründungsoffensive Niedereschach

Artikel von Bernward Damm in der Fachzeitschrift KommunalPraxis spezial 4/2016

Es war einmal eine kleine Gemeinde im Schwarzwald,
die – wie so viele deutsche Kommunen – etwas satt und träge geworden war. Kaum jemand wollte mehr eine Firma gründen. Die bestehenden Industrie- und Handwerksbetriebe waren völlig ausgelastet. Ihre Maschinen liefen rund um die Uhr. Arbeitslosigkeit kannte man nicht mehr. Überall fehlten Fachkräfte. Dann kam ein junger Bürgermeister und sagte: »Neue Firmen braucht das Land. Wir gründen eine Existenzgründungsoffensive.« Alle fragten: Warum? Die Antwort ist eine längere Geschichte. Jedenfalls wurde gehandelt – ohne teure Investitionen, Venture Capital, Berater oder Wirtschaftsförderer. Das Ergebnis ist ein Modell für die Belebung des Gründer-
geistes, das jede Kommune kopieren kann. Es hat in vier Jahren 30 kleine Firmengründungen hervorgebracht.

Artikel EGON von Herrn Berward Damm
hier downloaden.

Weitere Infos zur Fachzeitschrift KommunalPraxis

Weitere wichtige Veröffentlichungen:

Das Ministerium stellt EGON und die Partner der Niedereschacher Initiative in einer weiteren Broschüre vor. Der Titel lautet:

 Netzwerke für ein besseres Gründungsklima
– so engagieren sich Kommunen, Hochschulen und Unternehmer.

Gleich auf den ersten Seiten wird EGON als bundesweites Vorbild präsentiert. Weitere 27 Initiativen folgen. Die Broschüre soll dazu anregen, mehr für Existenzgründungen zu tun.

Broschüre hier downloaden.

EU-Jury wählt im September ihre Favoriten

Mit der Auszeichnung des Wirtschaftsministeriums wurde EGON zugleich für den Anfang Juli gestarteten Wettbewerb um den zehnten „Europäischen Unternehmensförderpreis“ nominiert. Niedereschach wird die Bundesrepublik gemeinsam mit einer Berliner Initiative vertreten. Projekte aus 32 Ländern sind im Rennen. Eine Jury der EU-Kommission wählt im September ihre Favoriten. Die Sieger werden im November in der slowakischen Hauptstadt Bratislava gekürt.
 
„Wir hoffen, dass wir dabei sind. Wir haben bisher nur positive Rückmeldungen erhalten. Besonders unser Lotsen-Programm, mit dem wir Existenzgründer auch ehrenamtlich und unternehmerisch begleiten, scheint das Interesse der Experten geweckt zu haben“, berichtet Bürgermeister Martin Ragg von der Veranstaltung im Bundeswirtschaftsministerium. Ragg betont: Das Ministerium unterstützt die Niedereschacher Bewerbung im EU-Wettbewerb ausdrücklich. Um die Existenzgründungsoffensive öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, wurde vor Ort ein Film gedreht, der unter anderem Interviews mit zwei EGON-Gründern beinhaltet. Der Film kann auf der Seite www.starten-mit-egon.de angeschaut werden.
 
„Beide Projekte – EGON und das Berliner Courage-Netzwerk – überzeugten durch ihr Engagement auf lokaler Ebene“, so das Bundeswirtschaftsministerium. „Ich gratuliere den zwei Gewinnern des deutschen Vorentscheids. In beiden Initiativen kommt genau das zum Ausdruck, was unsere Wirtschaft und unseren Mittelstand so stark macht: Ein vor Ort verankerter Unternehmergeist in Verbindung mit einem von Grund auf verantwortungsvollen Unternehmertum. Ich wünsche unseren beiden deutschen Teilnehmern viel Erfolg im europäischen Wettbewerb“, sagte Staatssekretärin Iris Gleicke. Weiterhin betonte die Staatssekretärin: Der Gründergeist sei deshalb wichtig, weil Gründerinnen und Gründer mit ihren neuen Ideen immer wieder neue Produkte und neue Arbeitsplätze schaffen. So könne sich das Wirtschaftssystem stetig aus sich selbst heraus erneuern.
 
Konzept auf andere Länder übertragbar – Frei: ein Exportschlager
 
Praktische Unterstützung bei der Bewerbung erhielt die Gemeinde durch das RKW Kompetenzzentrum in Eschborn (RKW = Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V.). Das RKW organisiert den Wettbewerb auf nationaler Ebene. RKW-Projektleiterin Juliane Kummer erläutert, warum die Niedereschacher Initiative für den europaweiten Wettbewerb nominiert wurde: „EGON wurde unter 30 deutschen Kandidaten ausgewählt, weil die Initiative so erfolgreich ist und weil das Konzept fantastisch leicht auf andere Regionen und Kommunen übertragbar ist.“ Ein Modell wie EGON stärke den ländlichen Raum.
 
Auch der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Villingen-Schwenningen, Thorsten Frei, setzt sich für EGON ein. Er schrieb dieser Tage an Bürgermeister Martin Ragg: „Mit EGON haben Sie einen neuen Weg außerhalb der üblichen Denkmuster beschritten. Das Konzept, in einer ländlichen Gemeinde aus eigenem Antrieb den Gründungswillen zu stimulieren und Start-Ups persönlich durch ehrenamtliche Lotsen zu begleiten, ist in dieser Form einzigartig. Es unterstreicht einmal mehr, dass unsere Region ein Kraftzentrum im Land der Ideen ist.“ Thorsten Frei ist überzeugt, „dass EGON schnell zum interkommunalen Exportschlager aufsteigen und wichtige Impulse für einen neuen Gründungsboom im ländlichen Raum leisten kann.“
 
Aktuelle Statistik: Bisher 30 Gründungen in Niedereschach
 
Nach einer jetzt aktualisierten Statistik hat das EGON-Team der Gemeinde Niedereschach in den vergangenen vier Jahren 75 Gespräche mit Interessenten aus der ganzen Region geführt. Die Zwischenbilanz von Bürgermeister Martin Ragg lautet daher: „Niedereschach hat sich als gründerfreundliche Kommune einen Namen gemacht.“ Es zeige sich, dass ehrenamtliche Kräfte – zum Teil ältere Selbstständige – die Gründer gut an die Hand nehmen und sich mit deren Geschäftsidee identifizieren können, um vor Ort kollegiale Unterstützung anzubieten. Dabei arbeiten sie eng mit den EGON-Partnern zusammen. Das sind die Handwerkskammer und IHK, die Arbeitsagentur, örtliche Banken, regionale Hochschulen und weitere Institutionen.
 
Aus den Gesprächen sind 35 Existenzgründungen hervorgegangen, die bis heute aktiv sind. Fünf Interessenten haben ihre Firma in Nachbargemeinden gegründet, aber 30 sind in Niedereschach in die Selbstständigkeit gestartet. Bei weiteren neun Interessenten steht eine Gründung bevor. In drei Fällen ging es um eine Nachfolgeregelung bzw. Firmenübergabe aus Altersgründen.
 
Unter den Existenzgründungen befinden sich zwei Industriebetriebe. Beide Firmen beschäftigen bereits je rund fünf Mitarbeitende. Die Gemeinde Niedereschach zählt insgesamt 320 Gewerbebetriebe mit 1700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
 
Bei den 30 Start-Ups handelt es sich überwiegend um Kleinstfirmen und Einzelunternehmen. Etwa zwei Drittel sind dieser Kategorie zuzurechnen. Knapp ein Drittel der Gründer sind Handwerker. Weitere Branchen: allgemeine und Gesundheits-Dienstleistungen, Werbung, Fotografie, Handel, Gastronomie und Kunst. Die Gründungen erfolgten zu 70 Prozent, um damit einen Haupterwerb anzustreben. In 30 Prozent der Fälle ging es um einen Nebenerwerb neben einer Angestellten-Tätigkeit. Etwa 30 Prozent der Gründungen erfolgten durch Frauen sowie 17 Prozent durch Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund. Knapp zwei Drittel der Gründer sind 20 bis 40 Jahre alt und zehn Prozent sind älter als 60 Jahre.
 

EU sucht Vorbilder und bewährte Praktiken
 
Mit dem Europäischen Unternehmensförderpreis (European Enterprise Promotion Award, EEPA) zeichnet die Europäische Kommission seit 2006 innovative und erfolgreiche Maßnahmen von Behörden, Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-privaten Partnerschaften aus. Prämiert werden Initiativen, die Unternehmergeist und Unternehmertum auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene fördern.
 
Ziel ist, Vorbilder und bewährte Praktiken zu finden und anzuerkennen. Die guten Beispiele werden europaweit bekannt gemacht und sollen andere dazu inspirieren, den Unternehmergeist zu stärken, den Erfahrungsaustausch zu suchen und eigene Ideen zu entwickeln. Seit 2006 haben sich mehr als 2.500 Projekte und Initiativen beteiligt.

Urkunde Nominierung zum Europäischen Unternehmensföderpreis

Sie haben Fragen zur Existenzgründung?

Wenden Sie sich an Herrn Bürgermeister Martin Ragg und die EGON-Lotsen
und lassen Sie sich fit machen.

Ihr EGON-TEAM

SIEGER DES NATIONALEN VORENTSCHEIDS

Europäischer Unternehmensförderpreis 2016
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